Mittwoch, 10. Juni 2015

Halbnackt unter Eseln

...wanderten wir am letzten heißen Wochenende durch den Burgenlandkreis.

Diese beiden sympathischen Huftiere hatten wir für zwei Tage als Begleiter, Schrittmacher und "Gepäckträger" an unserer Seite - Manni und Napoleon:

 Möglich wurde dies durch Hildegard und Uwe aus Haardorf, die solche Touren südlich von Naumburg organisieren und anbieten ( Eselpilgern). Nach einem Probelauf am Vorabend, einem leckeren Abendessen und einer erholsamen Nacht in der "Pilgerklause":

ging es am Samstag früh nach dem Striegeln  und Satteln der Esel los.

 Mein Mann und ich waren nun mit den eigenwilligen Wandergefährten alleine und mußten uns auf ihre Gangart einstellen: drei Schritte laufen -  Fressen - fünf Schritte laufen - Fressen usw.. Trotzdem kamen wir am ersten Tag (nach mehreren Pausen im Schatten) im 16km entfernten Graitschen an und konnten nach dem Absatteln und Tränken der Vierbeiner unsere müden Knochen in den Pensionsbetten ausstrecken.

Der Sonntag empfing uns mit frischen Temperaturen und so konnten wir ganz entspannt den Rückweg genießen, der uns durch die hüglige Landschaft über Feldwege durch kleine Dörfer führte. Die wenigen Menschen, die unseren Weg kreuzten, freuten sich sehr über unsere 12-beinige Reisegruppe und Kinder kamen zum Streicheln.
Wir haben dieses Wochenende sehr genossen und viel über Esel und auch etwas über uns gelernt. Während wir am ersten Tag noch versuchten, die Esel von unserem Wanderrhythmus zu überzeugen, verlegten wir uns am zweiten Tag aufs Kompromisseschließen: wir ließen sie immer wieder ein, zwei Büschel Gras rupfen und ermunterten sie dann zum Weitergehen. Diese Strategie erwies sich als für uns viel entspannter und die Tiere konnten ihrem natürlichen Verhalten folgen.
Meine Empfehlung: Eselwandern unbedingt mal ausprobieren !

1 Kommentar:

  1. Was für eine tolle Idee!!! Eselwandern. Ich glaube, das könnte mir auch Spaß machen ;-))
    Ein schönes Wochenende wünscht dir
    Ursula

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