Samstag, 16. März 2013

Schwarze Ballettstulpen

Für die Ballettbekleidung ihrer Tochter wollte eine Freundin von mir ein Paar Stulpen aus der beliebten GOTS-Merinowolle in der Farbe schwarz. Die Tochter hat bereits ein Paar dicke kuschlige Bettsocken aus dieser Wolle, trägt sie aber zu Hause nicht nur im Bett, sondern auch anstelle der Hausschuhe. Ein echter  Härtetest für der 19,5 micron -Wolle.

Nun habe ich zugesagt, die Stulpen bis zu ihrem Geburtstag nächsten Mittwoch trotz Marktvorbereitungen noch zu werkeln. Die erste Stulpe hatte ich schnell fertig und habe mich, um nicht zuviel Garn zu produzieren, erst nach dem Fertigstricken an das Spinnen und Färben der zweiten Wollpartie gemacht, was sich im Nachhinein als Fehler erwies.
 Ich hatte in der Zwischenzeit mein Spinnrad von Baumwollantriebsriemen auf Polycord umgebaut und konnte nun auf einmal ganz prima die Gänge wechseln und viel schneller spinnen und auch zwirnen. Ergebnis war ein tolles Garn, das aber irgendwie anders aussah, als das erste.
Zu allem Überfluß war mir beim Färben trotz Nachfärbens nicht die gleiche Farbtiefe  gelungen, wie bei der ersten Stulpe. Das stellte sich aber erst beim Verstricken heraus und als ich schon die halbe Stulpe fertig hatte, war ich ein wenig betrübt. Ich lasse nicht gerne Kreationen in die Welt hinaus, die meinem Anspruch nicht genügen und das taten die beiden Stulpen zusammen ganz und gar nicht !
Nach  einigem Grübeln (nochmal ganz neu spinnen oder auftrennen und neu färben) entschloss ich mich, das Risiko des Filzens in Kauf zu nehmen und die fertigen Stulpen gemeinsam im Topf nochmal zu färben.
Und was soll ich sagen, es ist sehr gut geworden ! Beim anschließenden Waschen und Spülen habe ich absichtlich ein bischen angefilzt, sodaß die leicht unterschiedliche Garnstrucktur gar nicht mehr sichtbar ist. Die Farbe ist viel dunkler als auf dem Bild und beide sehen gleich aus. Sie sind auch nahezu überhaupt nicht kleiner geworden und das Filzen macht sie haltbarer.

Hier werden sie von Jungsbeinen vorgeführt:


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