Donnerstag, 7. Februar 2013

Wollgarn für Berlin

Vor zwei Wochen erreichte mich die Anfrage einer Wollinteressierten aus Berlin. Sie suchte Garn in der Art, wie es ihre Oma früher selbst gesponnen hatte. Nachdem sie mir eine Probe geschickt hatte, konnte ich mir ein Bild machen. Es ist so eine Art Dick-dünn-Garn gezwirnt.
Damit auch alle Anderen sehen können, wie ich die Rohwolle wasche, kardiere, spinne und weiterverarbeite, stelle ich mal die ersten Schritte hier vor:

Waschen und Kardieren von Rohwolle

Diese Wolle stammt von einem Schwarzkopfschaf  aus unserem Nachbarort an der Saale. Hier ist sie bereits von mir vorsortiert, aber noch nicht gewaschen.

Mit heißem Wasser und etwas Spülmittel werden die Flocken eingeweicht.
Nach dem Spülen wird in einem Wäschenetz geschleudert und die Wolle trocknet einen Tag.
Dann sieht sie schon schön flauschig aus, muß aber noch ein wenig gezupft werden, damit sie sich besser kardieren läßt.

Dünn ausgelegt kommt die Wolle nun auf die Trommelkarde zum kardieren.


Jetzt ist die Trommel voll und die Wolle, die jetzt auch Batt genannt wird, muß abgenommen werden.
So sieht sie nach dem ersten Mal kardieren aus.

Das war nach dem zweiten Mal.

Hier wird die Wolle noch einmal kardiert.
Nach dem dritten Kardierdurchgang bin ich zufrieden und werde mich nun ans Spinnrad setzen.




1 Kommentar:

  1. Vielleicht sollte ich mir doch mal eine Kardiermaschine anschaffen, bei so einer fluffigen Wollwolke.

    LG Anja

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