Donnerstag, 22. November 2012

Tischlein deck dich

Im Juni, rechtzeitig zum Papageburtstag entstand infolge nächtlichen Webens dieser Tischläufer.
Material: Milchschafwolle aus der Sächsischen Schweiz (bei der Schur zu Pfingsten war ich dabei), gefärbt mit Rainfarn, Schilfblüte, Birkenblättern, Blutpflaume (Blätter und Rinde), Krapp

Dann, im September bedankte ich mich bei der Schafhalterin mit diesem kleinen Läufer, der aus den Garnresten des großen Bruders (s.o.) entstand.

Suchbild: Wer den Webfehler entdeckt, der soll sich bitte melden !


Ein "Traum in Weiß",  ein Hochzeitsgeschenk ganz aus heimischer Saaletal-wolle:
Der Struktureffekt entsteht durch das Einlegen von Streifen der  kardierten aber unversponnenen Wolle.


Im Sommer färbte ich die Milchschafwolle in der Flocke. Ich stellte dazu aus 600g Walnüssen (grün) eine kalte Flotte her und und färbte nach 2 Tagen 1.ohne Erwärmung  2. bei 40 Grad  3. bei 90 Grad und  4. einen zweiten Zug von 3.  die unkardierte Milchschafwolle.
Das Ergebnis in Form eines Läufers in Leinwandbindung ( d.h. Kette und Schuß bestehen aus Material gleicher Stärke) seht ihr hier:



Zu guter Letzt noch ein paar Worte zur Milchschafwolle. Sie ist hervorragend zu verspinnen, dank ihrer Stapellänge ( Länge der Wollfasern im Vlies) und der Faserbeschaffenheit (glatt, kräftig). Dieses Vlies war  so sauber, daß ich es mit großer Freude ungewaschen spinnen konnte, was durch den  hohen Lanolinanteil die reine Freude ist. Man muß aber wissen, was man daraus machen kann, für Kleidung ist diese Wolle einfach zu rauh. (Vielleicht für Socken, wenn man gleich beim Tragen eine Hornhautbehandlung wünscht...) Aber für Heimtextilien ist sie Spitze !

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